Fanarbeit Schweiz (FaCH) am runden Tisch gegen Gewalt im und um den Sport

Fanarbeit Schweiz als Dachorganisation der sozioprofessionellen Fanarbeit klinkte sich letzten Frühling in die Projektgruppe des Runden Tisches, welche von Swiss Olympic geleitet wird, ein, um den Diskurs um Fanverhalten und Massnahmenvorschläge zu erweitern, diesen mit zu prägen und neben der sicherheitsdominierten Debatte der präventiven und integrativen Fanarbeit ein Gewicht zu geben. Wichtig scheint uns, das mehrheitlich negative und defizitorientierte Bild über die Entwicklung der Fankurven in der Schweiz aus der Optik der Fanarbeit zu beleuchten. Konstruktiv kritisch ging FaCH deshalb auf die diversen Massnahmenvorschläge ein und äusserte sich insbesondere zur Frage, ob die geplanten Massnahmenvorschläge in ihrer Umsetzung der Zielsetzung zur „Eindämmung von Gewalt“ gerecht werden können oder ob nicht die Gefahr besteht, dass Radikalisierungstendenzen, verbunden mit einer Gewaltspirale, so mehr an Fahrt gewinnen. Dass in diesem Punkt die Meinungen der diversen involvierten Parteien teilweise weit auseinander liegen, ist logisch, treffen doch die unterschiedlichsten Interessen aus Sicht der Sicherheit, der Politik, der Clubs, der Verbände und der Prävention aufeinander. Gerade deshalb ist es für uns wichtig, aktiv am Diskussionsgeschehen teil zu nehmen, auch im Wissen darum, oftmals mit den eigenen Anliegen und Vorstellungen nicht durchzudringen. Es geht um einen demokratischen Prozess, bei dem die Meinungen der sozioprofessionellen Fanarbeit eine Stimme haben muss. Diese Chance, Vermittlungs- und Sensibilisierungsarbeit aus unserer Perspektive zu leisten, ist wichtig für die künftige Entwicklung der Fankultur, die Junge, Alte, Familien, Frauen und Männer gleichermassen betrifft.

Fanarbeit Schweiz

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Vorstandsmitglied Rafael Ganzfried, Fanarbeit Bern