Artikel aus der Berner Zeitung vom 6. März 2008:
Lokal für YB-Fans
Am Zentweg 17 entsteht der erste offizielle YB-Fantreff. Am Wochenende beginnt der Umbau. Im Mai wird das Lokal eröffnet.
Auf dem Zent-Areal, einem Industrieviertel in der Nähe der Kleinen Allmend, ist der Verein Fantreff fündig geworden: Am 2.Mai, im Anschluss an das Spiel YB - Xamax, soll dort der erste offizielle YB-Fantreff seine Türen öffnen. «Wir haben am Zentweg 17 ein ideales Lokal gefunden. Der Umbau beginnt an diesem Wochenende», bestätigt Lukas Meier von Fanarbeit Bern. Das Lokal ist 280 Quadratmeter gross. Es liegt laut Meier «exakt zehn Minuten Fussmarsch» vom Stade de Suisse entfernt. Die Bushaltestelle Zent liege in unmittelbarer Nähe. Die Kosten für den Umbau des Lokals betragen laut Meier rund 30'000 Franken, die monatliche Miete 3030 Franken.
YB hilft mit
Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen der Fanklubs, Fussballübertragungen und ein Barbetrieb. Geöffnet ist der Treff vor und nach den YB-Spielen sowie freitags und samstags. Die Umbaukosten seien durch das Budget von Fanarbeit Bern zum Teil gedeckt, sagt Meier. «Jetzt geht die Sponsorensuche los.» Bei YB sei die Resonanz auf das Projekt sehr gut gewesen. Die 1.Mannschaft habe bereits finanzielle Unterstützung zugesagt.
Betrieben wird das Lokal durch den neu gegründeten Verein Fantreff Bern. Diesem gehören neben Fanarbeit Bern auch die beiden Dachorganisationen der YB-Fanklubs, Gäubschwarzsüchtig und Ostkurve, an. Ziel sei es, die unterschiedlichen Fankulturen und die fast vierzig Fanklubs einzubinden.
Davor, dass das Lokal zum Treffpunkt für Hooligans werden könnte, hat Meier keine Angst. «Mit Hooligans haben wir bei YB praktisch keine Probleme.» Die beiden Fanorganisationen, die für den Betrieb zuständig sein werden, seien gewillt, klare Hausregeln auszuarbeiten.
Stefan Niedermaier, CEO der Stade de Suisse AG, sagt, er stehe dem Projekt ebenfalls «sehr positiv» gegenüber. «Es ist bedauerlich genug, dass wir im Stadion kein geeignetes Fanlokal haben.» Umso mehr werde man dieses Projekt unterstützen, sagt Niedermaier und denkt dabei etwa an einen Fanday. «Vom Fanlokal profitieren wir schliesslich alle.»
[Berner Zeitung, 06.03.2008] |